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Diskriminierung über Claudia Omoroghomwan als Vogtlandkreis bestraft Nigerianische Mutter und ihre 5 Kinder.

English: Discrimination of Claudia Omoroghomwan as Vogtland District Punishes Nigerian Mother and 5 Kids
Wir rufen auf: zur Solidarität und zur Prozessbeobachtung in Auerbach, Parkstrasse 1, Zimmer 302 am 25.08.2010 um 13 Uhr

Mehr als 2 Jahre nach dem sie die Ungerechtigkeiten durch Bedienstete des Landkreises öffentlich gemacht hatte, erfahren Frau Claudia Omoroghomwan - und ihr 20 Monate alter Sohn, ihre 9 Jahre alte Tochter, welche sie vor Mißhandlung rettete, sowie die Kinder ihres verstorbenen jüngsten Bruders, die sie aufnehmen musste – weiterhin Unrecht durch den Vogtland Landkreis.

Die ganze Manipulation wurde durch das Jugendamt angestiftet. Es wird versucht, ihr mit allen Mitteln die Kinder zu entziehen.

„Warum muss jemand um sein Recht kämpfen, auch wenn dieses Recht ganz offensichtlich im Grundgesetz wiedergegeben ist“?.

Dies blieb eine unbeantwortete Frage, welche Frau Omoroghomwan einem Aktivisten von „the VOICE Refugee Forum“ stellte - während seiner Untersuchungen im Vogtland Landkeis im Juli 2010.

Das Unrecht wird klar ausgedruckt in der Ablehnung ihres Bleiberechtes durch den Landkreis mit der Begründung, dass ein gerichtliches Verfahren gegen Sie eingeleitet wurde. Dieses Verfahren wurde fälschlicherweise durch das Jugendamt gegen Sie eingeleitet. Der mit der Untersuchung des Falles befasste Aktivst von „the VOICE“ war Zeuge dieser Behauptung, als er Frau Omoroghomwan beim Besuch im Ausländeramt begleitete. Dem Aktivisten zufolge wurde sie bereits vorverurteilt.

Das Jugendamt beschuldigte sie der versuchten Kindesentführung an ihrem Neffen. Demselben Jungen, welchen ihr das Jugendamt 2005 gewaltsam mit der Begründung entzog, sie habe kein gesichertes Bleiberecht. Dasselbe Jugendamt behauptet nun eine total andere Geschichte der Zusammenhänge um die Obhut über den Jungen zu behalten.

Diese Ungerechtigkeit ist dabei ihre gesamte Familie zu zerstören. Die Kinder sind täglich einem mentalen und physischen Trauma ausgesetzt, welches sie in ihrer sozialen und schulischen Entwicklung behindert. Ähnlich traumatisch wie die Zeit im sogenannten „Dschungel Lager“, in dem sie 2006 abgeladen wurden und zwei Jahre daran gehindert wurden zur Schule zu gehen.

Obwohl die Kinder jetzt zur Schule gehen, wird ihnen eine weiterführende Schulbildung nicht erlaubt. Ihr Wunsch, das Gymnasium zu besuchen wird ihnen durch das Jugendamt verwehrt.

Den Nichten Sofia, Sandra und Sonia wurde 2008 das Asylrecht gewährt, jedoch sind sie durch die Residenzpflicht in ihrer freien Bewegung auf das Bundesland Sachsen beschränkt. Darüber hinaus hat das Jugendamt über falsche Angaben, die 100 Prozentige Obhut über die Kinder erhalten, wobei nicht die Verantwortung für die Kinder übernommen wird.

Frau Claudia Omoroghomwan sieht sich durch das Jugendamt benutzt. Sie berichtet davon, dass sie zu kurz kommt, was die Unterstützung ihrer Kinder in ihrer Entwicklung angeht. Sie erzählte auch von der Aussage des Sachbearbeiters Herr Winkelman, welcher ihr androhte, die Kinder jedes mal zu holen, wenn sie sich bei ihm im Jugendamt beschwere.

Dieser Druck zielt darauf ab, eine Möglichkeit zu schaffen, ihr die Kinder zu entziehen - mit der Begründung, dass sie nicht in der Lage ist, sich um sie zu kümmern. Das Jugendamt versucht den Kindern das Gefühl der Unsicherheit zu geben, wenn sie bei ihr seien. Ihr Neffe äußerte bereits, dass er enttäuscht ist, da sie ihn nicht beschützen könne.

Ebenso stellte die Erfahrung mit dem brutalen Vorgehen der Polizei gegenüber den Kindern im Jahr 2008 eine Bedrohung für die Familie dar. Zuletzt wurde Sandra (15 Jahre alt) im April 2010 um 8 Uhr durch die Polizei aus dem Bett genommen, in einer Polizeizelle bis zu ihrer Verhandlung um 14 Uhr aufbewahrt und danach in Handschellen zur Verhandlung gebracht. All dies geschah gegen den Willen von Claudia Omoroghomwan bei der die Kinder schließlich leben. Es ist leicht zu erkennen wie auf bürokratischem Wege ein Machtmissbrauch durch die Angestellten des Landkreises stattfindet, nur um jemanden dazu zu provozieren, sich zu wehren, was wiederum Spielraum gibt, um ihn zu kriminalisieren.

Die Kinder fühlen sich in der gesamten Situation sehr unwohl. Eines der Kinder sagte hierzu: „unsere Mutter schafft keinen Ärger, sie wehrt sich nur gegen jede Art der Misshandlung uns Kindern gegenüber“.

Frau Omoroghomwan berichtet davon, dass ihr einige der Angestellten des Landkreises helfen wollten als sie von ihrer Situation beiläufig erfuhren. Diese Angestellten änderten allerdings immer ihre Meinung, nachdem sie sich mit dem zuständigen Sachbearbeiter unterhielten. Wenn man sich mit Claudia Omoroghhomwan unterhält, erkennt man schnell das Spiel, welches mit ihr gespielt wird und das Gefühl der Hilflosigkeit in ihren Augen.

Frau Claudia Omoroghomwan wird nahezu alles verwehrt, wonach sie für die Entwicklung ihrer Kinder fragt. Sie spricht verbittert über den Hass der Behörden des Landkreises ihrer Familie gegenüber. Sie sagt, dass sie so verwirrt ist, dass sie nicht weiß wonach sie noch fragen soll oder wen sie fragen soll bei den Behörden. Es blieb ihr nur die Möglichkeit nach Mitteln zu betteln bzw. sie sich zu leihen, wenn sie den grundlegenden Bedürfnissen ihrer Kinder nachkommen will, was eigentlich die Aufgabe des Vormundes, des Jugendamtes, wäre. Sie kann die Beschwerden der Lehrer über die Kleidung der Kinder kaum ertragen, da das Jugendamt nicht die Möglichkeit der Nutzung einer Waschmaschine bietet oder anderer Haushaltsgegenstände. Die Kinder schlafen bis heute mit ihren Matratzen auf dem Boden. Sie haben keine Möglichkeit auf Ausflüge mitzugehen, außer wenn sie sich etwas Geld leiht, um dies zu ermöglichen.

Jedes der Mitglieder der Familie Omoroghomwan hat seine eigene bittere Geschichte über diese Situation zu erzählen: „ Mama wir halten es in diesem Landkreis nicht mehr aus! Meinst du wir müssen nach den Ferien hier bleiben? Niemals! Du musst uns hier herausholen.“ Dies war die Aussage eines der Kinder in der letzten Woche der Ferien vor Schulbeginn.

Frau Claudia Omoroghomwan hat sich stets gegen die Misshandlungen der Behörden des Landkreises gegen sie und im speziellen gegen ihre Kinder gewehrt. Die Kinder haben ihr für diesen Widerstand auch ihren Beistand beteuert. Den Kindern ist auch klar, dass dieser Widerstand letztendlich nur ihrer gesunden Entwicklung geschuldet ist.

Wir rufen deshalb zur finanziellen Unterstützung für die Familie Omoroghomwan auf.

In Solidarität mit der Familie Omoroghomwan fordern wir:

1. Claudia Omoroghomwan das volle Sorgerecht für die Kinder durch das Plauener Gericht zuzusprechen.

2. Eine Erklärung des jetzigen Vormund der Kinder (das Jugendamt), weshalb er nicht seiner Verantwortung nachgekommen ist.

3. Klärung des Aufgabenbereiches von Claudia Omoroghomwan durch das Jugendamt.

4. Die Möglichkeit der Wahrnehmung öffentlicher und sozialer Fürsorge ohne Diskriminierung und Kontrolle.

5. Die Freiheit sich überall niederzulassen wie jeder Deutsche Bürger.

6.Das Bleiberecht für Claudia Omoroghomwan welches durch die deutsche Staatsbürgerschaft ihres Sohns begründet ist, welcher am 6. November 2008 in Plauen geboren ist.

Weitere Informationen über Claudia Omoroghomwan unter:

Kontakt: The Voice Forum, Rex Osa, Email: thevoice_bdw@yahoo.de; Tel: 01734165134

The VOICE Refugee Forum Jena
Adresse: Schillergässchen 5, 07745 Jena
Tel. Handy 0049(0) 17624568988,
Fax: 03641 / 42 02 70,
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