PrisonAct ll: "The VOICE" PM zum Haftbefehl für einen Schwarzen Vater und Aktivisten

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ENGLISH: PrisonAct. The VOICE - Press release: Arrest Warrant Against African Father and Activist Without His Black Daughter in Germnay >> http://thevoiceforum.org/node/1776

Musterbrief gegen die Verhaftung von Herrn Yufanyi

Berlin, den 13.09.2010

Pressermitteilung des THE VOICE Refugee Forum:
Haftbefehl für einen Schwarzen Vater und Aktivisten, der für seine Tochter ein Vater sein will, es aber nicht sein darf.

Von der Residenzpflicht zum Kindsentzug

* Seit Juni 2010 liegt erneut ein Haftbefehl gegen Herr Yufanyi Movuh Mbolo vor: "Während Sarrazin redet, handelt der deutsche Staat"!

Am 21.12.2007 wurde Haftbefehl gegen den Schwarzen Vater und Aktivisten Herrn Yufanyi Movuh Mbolo erlassen, weil er die rassistischen Beschlüsse des Amtsgerichts Göttingen und OLG Braunschweig nicht akzeptieren will.

(siehe: http://yufanyi.blogsport.de/images/HaftbefehlMbolo_01.pdf),

Die beiden Gerichte haben ihm das Sorgerecht für seine Tochter Anna Nulia Nkume Yufanyi Movuh aberkannt. Die Entscheidung erfolgte auf Basis der – auf einer rassistischen Vorstellung beruhenden – Behauptung seiner weißen deutschen Ex-Frau, Kerstin Gierth, Herr Yufanyi wolle seine Tochter entführen und mit in sein Heimatland Kamerun nehmen (trotz seines Studiums und Wohnsitzes hier in Deutschland). Seit 2007 hat Herr Yufanyi nur zweimal Kontakt zu seiner Tochter gehabt, weil die Ex-Frau zwei Monate nach der Gerichtsentscheidung mit ihr nach Mexiko gegangen ist und damit Vater und Tochter die Möglichkeit genommen hat, zueinander Kontakt zu haben. Allem Anschein nach diente das Verfahren der deutschen Mutter dazu, Herrn Yufanyi und seine Tochter einander zu entfremden und Anna Nulias Aufenthaltsort ohne Einflussnahme des Vaters bestimmen zu können. Aus diesen Gründen weigert er sich, die Kosten, die seiner Ex-Frau in dem Verfahren entstanden sind, zu übernehmen (mehr dazu: http://yufanyi.blogsport.de/2008/01/22/beschwede-gegen-den-kostenfestset...). Auch als sich die Ex-Frau und die Tochter in Mexiko aufhielten, hat Herr Yufanyi versucht, durch E-Mails und eine Kontaktperson, Verbindung zu seiner Tochter aufzunehmen - ohne Erfolg.

Herr Yufanyi lebt seit 1998 in Deutschland und wohnt zurzeit in Berlin. Er promoviert an der Universität Göttingen.

Im September 2009 kehrte die Ex-Frau nach Deutschland zurück und entschuldigte sich bei Herrn Yufanyi, dass sie „soweit“ gegangen sei und bat ihn, in Kontakt zu der Tochter zu treten (siehe: http://yufanyi.blogsport.de/2010/09/09/letter-from-kerstin-2009/).

Das tat er sofort und Anfang dieses Jahres konnte er zwei erfolgreiche Aufenthalte seiner Tochter bei sich genießen, wobei sie einmal fast zwei Wochen lang beim Vater gewohnt hat. Nach diesen Aufenthalten hat die Ex-Frau wieder den Kontakt abgebrochen - ohne triftigen Grund. Nach mehreren Versuchen seitens Herrn Yufanyis, mit seiner Tochter zu telefonieren, haben die weiße Großmutter und seine Ex-Frau den Kontakt abermals unterbunden. Auch Versuche durch Verwandte von Herrn Yufanyi, die Ex-Frau und Tochter zu erreichen, sind mittlerweile fehlgeschlagen.

Inzwischen wurden von Seiten der zuständigen Finanzdirektion Niedersachsen die ausstehenden Verfahrenskosten gefordert, die Herr Yufanyi nicht bereit ist zu zahlen, weil er die Entscheidung über den Sorgerechtsentzug damit anerkennen würde.

Während der drei Jahre, die Herr Yufanyi nicht mit seiner Tochter in Kontakt bleiben konnte, versuchte der Gerichtsvollzieher in Göttingen, Herrn Yufanyi zu verhaften, um die ausstehenden Gerichtskosten durch eine Beugehaft zu erzwingen. Wegen einer erfolgreichen Fax- und Telefonkampagne blieb dieses Unterfangen ohne Erfolg. Nachdem Herr Yufanyi nach Berlin umgezogen ist und eine neue Familie gegründet hat, betreibt nun der Gerichtsvollzieher aus Göttingen durch eine Gerichtvollzieherin in Berlin Herrn Yufanyis Verhaftung. Obwohl Herr Yufanyi das Sorgerecht für seine Tochter verloren hat und seine Tochter ihn als Vater verloren hat, soll er noch dafür bestraft werden, dass er die ungerechte und rassistische Entscheidung des Amtsgerichts und des Oberlandesgerichts nicht akzeptieren will.

Ziel des Haftbefehls ist es, dass Herr Yufanyi irgendwann in naher Zeit verhaftet werden soll, um ihn zu zwingen, seine Vermögensverhältnisse offen zu legen und die Rechtsanwaltskosten seiner Ex-Frau zu bezahlen. Doch Herr Yufanyi wird sich diesem Ansinnen auch weiterhin widersetzen und auf sein Recht, seine Tochter zu erziehen und auf dem Recht Anna Nulias, durch beide Eltern erzogen zu werden, bestehen. In einer überwiegend weißen Umgebung ist der Vater die einzige Person, die dem Kind Schwarzes Bewusst- und Selbstbewusstsein geben kann.

Obwohl ihm Haft bis zu sechs Monaten droht, ist Herr Yufanyi nach wie vor bereit, ins Gefängnis zu gehen und die Entscheidung der deutschen rassistischen Familienpolitik nicht zu akzeptieren.

Während Sarrazin redet, handelt der deutsche Staat!

Es ist nicht das erste Mal, dass der deutsche Staat versucht, Herrn Yufanyi zu verhaften, weil er für seine Rechte kämpft. Er wurde 2003 bestraft, weil er sich gegen das rassistische Sondergesetz der Residenzpflicht für Asylbewerber zur Wehr gesetzt hat (mehr dazu: http://thecaravan.org/cornelius_yufanyi_haftbefehl).
Residenzpflicht Wir kämpfen für die vollständige Abschaffung der Residenzpflicht - The VOICE Refugee Forum

Weil wir Herrn Yufanyis Vaterrechte verteidigen, fordern wir dazu auf, bei der Vollstreckungssachbearbeiterin, GVin Schweigel, gegen die Verhaftung von Yufanyi Movuh Mbolo zu protestieren.

Protestfaxe und Mails bitte an:

GVin Frau Schweigel
Friedenfelser Str. 35
12279 Berlin-Marienfelde
Fax: 030-710979 23 AG Berlin-Neukölln
Email: schweigel@gvzentrale.de

Eine Kopie des Faxes bitte an: the_voice_berlin@gmx.de
The VOICE Berlin
Weitere Informationen:
http://yufanyi.blogsport.de/2007/10/16/meine-beweggruende/
http://thevoiceforum.org/node/305
http://www.thevoiceforum.org/node/676

Video: http://www.youtube.com/watch?v=oi9h71sVfmI

PDF:

Musterbrief gegen die Verhaftung von Herrn Yufanyi

Musterbrief

Betr.: Haftbefehl gegen Herrn Yufanyi – DR II 1018/10 wegen des Verhaftungsantrag der Oberfinanzdirektion Niedersachsen wegen des Kostenfestsetzungsbeschlusses vom 16.04.2007.

Sehr geehrte Frau Schweigel,

ich/wir finden es nicht hinnehmbar, dass Herrn Yufanyi nicht nur das Sorgerecht für seine Tochter entzogen wurde, wodurch seine Tochter ihn als Vater verloren hat, sondern dass Herr Yufanyi darüber hinaus auch noch dafür bestraft werden soll, dass er die ungerechte und rassistische Entscheidung des Amtsgerichts und des Oberlandesgerichts nicht akzeptieren will. Seit mehr als drei Jahren hat seine Tochter nur wenig Kontakt zu ihm und seit Juli 2007 hat die Mutter von Herrn Yufanyis Tochter jegliche Regelung des Gerichts missachtet, indem sie sich erst mit der Tochter über zwei Jahre lang in Mexiko aufhielt und nun, nach ihrer Rückkehr, nicht will, dass er wirklichen Kontakt hat und Verantwortung übernimmt. Das Recht des Kindes auf beide Eltern wird hier klar missachtet, obwohl das Gericht angeblich zum Wohl des Kindes entschieden hatte. Herr Yufanyi wurde ein Tag pro Woche Besuchsrecht zugestanden, diese Möglichkeit wird seit drei Jahren durch die Mutter ausgehebelt.

Ich/wir stehen hinter Herrn Yufanyis Entscheidung. Um ein Vater zu sein und um das Recht seiner Tochter auf einen Vater zu wahren, brauchen beide die Möglichkeit, einander zu sehen, wann immer sie wollen. Herr Yufanyi ist als Vater eine wichtige Bezugsperson für Anna Nulia Yufanyi Movuh, um ihr den afrikanischen Teil ihrer Identität zu vermitteln.

Dass Herr Yufanyi die Kosten für ein Gerichtsverfahren nicht zahlen kann, durch das ihm und seiner Tochter diese Rechte abgesprochen worden sind, ist nur konsequent.
Wenn Herr Yufanyi verhaftet wird, werde/n ich/wir politisch alles einsetzen, dass sein Recht und das Recht seines Kindes aufrechterhalten werden.
Ich/Wir fordere/n Sie daher auf, diesen Haftbefehl nicht umzusetzen und sich vielmehr für seine Aufhebung und für die Rückführung von Herrn Yufanyis Tochter zu ihrem Vater einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

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Karawane für die Rechte der Flüchtlinge undMigrantInnen

The VOICE (Refugee) Forum Berlin
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