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Pressemitteilung: Kundgebung und Demonstration von The VOICE Refugee Forum in Heiligenstadt

Für eine Gesellschaft jenseits von Ausgrenzung und Unterdrückung – für selbstbestimmtes Leben und Flüchtlings-Selbstorganisation

Online Reports and Videos on the protests events:
Break Isolation! Alle Flüchtlingslager schließen – Residenzpflicht abschaffen
http://thevoiceforum.org/node/2294

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Pressemitteilung von The VOICE Refugee Forum
Jena, 11.09.2011

Das Flüchtlings-Isolationslager in Breitenworbis schließen!
Kundgebung und Demonstration von The VOICE Refugee Forum am 15.9.2011 in Heiligenstadt 

Um gegen ihre Isolation und die unwürdigen Lebensumstände zu protestieren, werden Flüchtlinge aus Breitenworbis, gemeinsam mit The VOICE Refugee Forum, am 15.09.2011 einen Informationsstand und eine Kundgebung in der Kreisstadt Heiligenstadt organisieren. Ab 12.30 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Bahnhof Heiligenstadt statt. Um 13.30 Uhr besteht die Möglichkeit zum Pressegespräch. Um 14.00 startet die Demonstration zum Landratsamt Eichfeld und zur Ausländerbehörde. SprecherInnen der Flüchtlingsgemeinschaft Breitenworbis werden über die Situation im Heim informieren. Mitglieder und FlüchtlingsaktivistInnen von The VOICE Refugee Forum aus verschiedenen Orten Thüringens (Nordhausen, Felchta/Mühlhausen, Rockensußra/Ebeleben, Waltershausen/Gotha, Eisenach, Erfurt, Zella-Mehlis und Jena) und VertreterInnen des Break Isolation – Netzwerks werden in Solidarität mit den Bewohnern Redebeiträge halten. Kernthemen sind die Forderung nach der Schließung von Breitenworbis, dem Ende der systematischen Isolierung der Flüchtlinge durch entlegene Lager und die überfällige Forderung nach Abschaffung der Residenzpflicht.

Die Flüchtlingsgemeinschaft fordert normale Wohnungen für Flüchtlinge in Thüringen.

Flüchtlinge in Thüringen kämpfen tagtäglich gegen institutionalisierten Rassismus, Isolation und die Verletzung ihrer Menschenwürde durch das Instrument der Ausgrenzung, die ihnen auferlegt wurde. Flüchtlinge wollen KEINE Gutscheine mehr, KEINE Lager, KEINE Isolation. Flüchtlinge wollen Bargeld, wollen in normalen Wohnungen leben, unter menschlichen Bedingungen. Die Flüchtlinge in Thüringen wollen Bewegungsfreiheit!

Seit dem Karawane-Festival 2010 in Jena begann The VOICE Refugee Forum mit online-Presseberichten von den Treffen der Flüchtlingscommunity Thüringen. Dadurch wurden weitere Recherchen und ein Informationsaustausch über die Forderungen der Flüchtlinge aus Breitenworbis initiiert, die auch dokumentiert wurden. Delegationen der Flüchtlingscommunity zu dem Lager wurden in den letzten Monaten intensiviert.

Aufruf: Schließt das Flüchtlings-Isolationslager Breitenworbis - Kundgebung und Demonstration am 15. September ab Bahnhof Heiligenstadt http://thevoiceforum.org/node/2239

Für Nachfragen und Kontakt: 0174 8474694

Miloud L. Cherif (Sprecher Flüchtlingscommunity Thüringen in Thüringen)
The VOICE Refugee Forum Jena
Schillergässchen 5, 07743 Jena
thevoiceforum@gmx.de
www.thevoiceforum.org

Hinterground Informationen:
Langeweile und Angst: Delegations-Report der Tour von The VOICE durch Flüchtlingsheime in Thüringen - http://thevoiceforum.org/node/1861 /
Karawane-Festival 2010 in Jena - http://www.karawane-festival.org/de/hintergrund/ueber-koloniales-unrecht /

end

Diskussion zur Lage der Menschenrechte in Jena
Jena. Um das Thema Menschenrechte geht es am Donnerstag bei einer Veranstaltung auf dem Campus am Ernst-Abbe-Platz. Treffpunkt ist dort um 19 Uhr. Von da aus soll es gemeinsam zum Veranstaltungsort gehen. Diskutiert werden soll über die aktuelle Menschenrechtslage in Thüringen und in Deutschland. Organisiert haben die Podiumsveranstaltung das Referat für Menschenrechte der Universität Jena und das "Break Isolation-Netzwerk".

In Breitenworbis (Eichsfeldkreis) berichten Flüchtlinge beispielsweise davon, nach Stellungnahmen in Zeitungen gezielt von Behördenmitarbeitern mit Abschiebung bedroht worden zu sein. In Zella-Mehlis würden Flüchtlinge, die sich der Heimleitung fügen, belohnt. Protestierende dagegen müssen mit kleinen alltäglichen Schikanen rechnen.

Die Informationsveranstaltung mit Nurjana Ismailova ("Jugendliche ohne Grenzen") aus Niedersachsen, Miloud L Cherif (Flüchtlings-Organisation "The Voice Refugee Forum") aus Thüringen und weiteren antirassistischen Aktivisten an der Uni Jena soll nun diese Verhältnisse den Studierenden näherbringen und vor dem Hintergrund, dass die deutsche Regierung weltweit Menschenrechte einfordere, aber nach Ansicht der Kritiker offenbar in aller Stille in der Provinz Menschenrechte missachte.

Außerdem wollen die Referenten Handlungsoptionen aufzeigen und mit allen Interessierten Möglichkeiten diskutieren, die Stellung von Flüchtlingen zu stärken.

http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Diskussion-zur-Lage-der-M...
OTZ / 12.10.11 / OTZ
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Gesprächsrunde im Heim Felchta
Über das Maskottchen der Thüringer Polizei, einen Papagei in Polizeijacke und -mütze, schmunzelten Dienstagnachmittag die Teilnehmer einer Gesprächsrunde im Asylbewerberheim in Felchta.
Felchta. Polizeichef Dietmar Kaiser hatte einige davon mitgebracht und sich mit den Beamten Thomas Haustein und Andreas Körner unter die Leute aus Aserbaidschan, Afghanistan, China und dem Iran gemischt, um mit ihnen über die alltäglichen Probleme zu sprechen. Auch Vertreter des Netzwerks für Toleranz und Demokratie waren gekommen. Die beste Waffe der Polizei sei das Reden, betonte Dietmar Kaiser. Dafür stehe eben das Maskottchen. Dass es mit den derzeit 128 Bewohnern der Felchtaer Unterkunft kaum Probleme gebe, stimmte insgesamt zuversichtlich.

Alle befänden sich im laufenden Asylverfahren, war am Rande der Gesprächsrunde im Rahmen der Interkulturellen Woche zu erfahren. Neben den Diskussionen und der Plauderei griffen die Gäste gern auch zum Kaffeegebäck. Die Damen hatten diesmal nämlich aserbeidschanische Spezialitäten auf die Kaffeetafel gestellt. Trotz persönlicher Sorgen fühlt sich beispielsweise Amir Bahadori ganz wohl in Felchta, wo der Iraner seit nunmehr sieben Jahren untergebracht sei und vor wenigen Tagen nun seiner Aufenthaltsgenehmigung erhalten habe.

"Unser Heim ist wie im Paradies", meint der 35- jährige Flüchtling. Er kenne inzwischen viele Einrichtungen in Thüringen, wo die Zustände teils sehr kritikwürdig seien. So habe er beispielsweise Mitte September an einer Demonstration des Flüchtlingsnetzwerks "The Voice Refugee Forum" Thüringen vor dem Landratsamt Eichsfeld in Heiligenstadt teilgenommen. Dabei wurde die Schließung des einsam liegenden Asylantenheimes in Breitenworbis gefordert. Heute dürfen sich die Kinder des Felchtaer Heimes auf einen besonderen Nachmittag freuen. Gleich in ihrer Nachbarschaft, der Musikscheune, wird zu einem Familiennachmittag mit Puppentheater eingeladen.

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Gesprae...

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Reiner Schmalzl / 05.10.11 / TA

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