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Oury Jalloh - 1.April, Dessau - bericht zu der Demo in Dessau von Plataforma

By voice, 4 April, 2006

Oury Jalloh - 1.April, Dessau - bericht zu der Demo in Dessau von Plataforma

Reports / Fotos: Oury Jalloh Demo in Dessau bei umbruch - Break the Silence!
http://www.plataforma-berlin.de
(ddp) Initiative fordert Aufklärung der Todesumstände von Oury Jalloh
http://de.news.yahoo.com/01042006/336/initiative-fordert
-aufklaerung-todesumstaende-oury-jalloh.html

-mz press: Aufklärung wird gefordert
URL:http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/
page&atype=ksArtikel&aid=1142422020908&openMenu=
1012902958319&calledPageId=1012902958319&listid=1018348861749

-oury jalloh internet seite über die demo! bei umbruch!
http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/010406oury_jalloh.html
- fotos...Dessau
thanks to the organization of the mani!!!!
No hay mucha capacidad en la lista de plataforma si que hice este album de fotos
extra se puede también agregar mas y también comentarios . Saludos, Condorita
http://oury-jalloh.blogspot.com

1000 broke the silence! Bilder der Oury-Jalloh-Demo in Dessau am 1.4. 2006
http://attac.de/halle/oury/images/ourydemo_2006

An die 1000(!) Menschen folgten heute dem bundesweiten Aufruf zur Oury-Jalloh-Demonstration nach Dessau. Sie demonstrierten unter dem Motto "Break the silence! Gegen rassistische Staatsgewalt, Vertuschung und Straflosigkeit" für die ufklärung des Todes von Oury und gegen den rassistischen Alltag in der BRD. Im Gegensatz zur lautstarken Demo wirkte die Stadt wie ausgestorben - nur vereinzelt blieben Passanten stehen oder lugten DessauerInnen hinter ihren Gardinen hervor. Lediglich das Dessauer Bündnis gegen Rechtsextremismus kritisierte die mangelnde Informationspolitik seitens der Ministerien und Behörden, welche so eine Mordthese zulässt. Sambagruppe und Sprechchöre sorgten dafür, die DessauerInnen aufzuwecken...
www.attac.de/halle/oury/images/ourydemo_2006

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1.April, Dessau - bericht zu der Demo in Dessau

Unter dem Motto "Gegen rassistische Staatsgewalt, Vertuschung und Straflosigkeit und zur Aufklärung des Todesfalls von Oury Jalloh" sind am 1.April ca. tausend Menschen von überall zu der bundesweiten Demonstration in Dessau zusammen gekommen.

Zu der Demonstration haben die Selbstorganisationen der MigrantInnen und Flüchtlinge wie Plataforma-Berlin, The Voice-Forum, Carawane, Flüchtlingsinitiative Berlin-Brandenburg und antirassistische Gruppen wie die Antirassistische Initiative Berlin mobilisiert. Enprechend stark war die Präsens der Flüchtlinge und MigrantInenn mit ihren lautstarken Parolen wie "Oury Jalloh, das ist Mord, Tod dem Rassismus an jedem Ort". Die Notwendigkeit der internationalen Solidarität drückte sich besonders in der Parole "Hoch die internationale Solidarität" aus.

Die am Hauptbahnhof mit einer Auftaktkundegebung beginnende Demonstration verzögerte sich wegen der besonders anfangs agressiven Haltung der Polizei. Durchsuchungen und Personenkontrollen konnten erst durch den entschlossenen Widerstand der Demonstranten verhindert werden. Die Demonstration wurde durchgehend polizeilich verfilmt. Die im Vorfeld angekündigte Drohung und Untersagung der Aussage, dass Oury Jalloh ermordet ermordet wurde, wurde durch die konsequente Haltung der OrganisatorInnen zur Farce gemacht. Die berechtigte Wut und Entschlossenheit der Teilnehmer, vor allem der afrikanischen Flüchtlinge, kennzeichnete die Stimmung der durch die Innenstadt verlaufenden Demonstration.

Trotz des anfangs nieseligen Wetters, das gegen Ende sich in Sonne verwandelte, und der Spannung mit der Polizei, liefen die Teilnehmer etwa vier Stunden lang in einer gemischten Stimmung des Selbstbewusstseins und des Gedenkens an Oury Jalloh. In den Redebeiträgen hiess es, dass "er nicht nicht tot ist, weil er in unseren Herzen lebt".

Während der allgegenwärtige Rassismus in Deutschland angeprangert wurde, wurde die sofortige Aufklärung und Gerechtigkeit im Todesfall von Oury Jalloh gefordert. Die wenigen Passanten der wie eine Geisterstadt wirkenden Stadt Dessau haben gut gestaunt, als sie von hunderten meist schwarzen Mesnchen zu hören bekamen, wie verrufen diese Stadt ist: Oury Jalloh verbrannte lebendig in einer Polizeizelle und Alberto Adriano wurde von den Nazis tot geschlagen.

Die selbstorganisierten MigrantInnen und Flüchtlinge gaben mehrfach zu erkennen, dass sie solange kämpfen werden bis die Wahrheit ans Licht kommt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Bewaffnet allein mit ihrer Würde und ihrer Bekennung zur Freiheit und Gerechtigkeit verkündeten sie ihren bundesweit vernetzten Kampf gegen Diskriminierung, Abschiebungen und Polizeiterror.

gb/Plataforma-Nachrichten

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- mz press -Aufklärung wird gefordert

500 bis 800 Teilnehmer einer Demonstration wollen «Das Schweigen brechen»

von Thomas Steinberg, 02.04.06, 18:34h, aktualisiert 02.04.06, 21:38h

Demo für Oury Jalloh
Mehrere hundert Demonstranten zogen am Sonnabendnachmittag durch die Straßen Dessaus und forderten eine rasche Aufklärung im Fall des verbrannten Oury Jalloh. (MZ-Foto: L. Sebastian)

Halle/MZ. Mehrere hundert Menschen haben am Sonnabend unter dem Motto "Break the silence" ("Das Schweigen brechen") für eine zügige Aufklärung im Falle Oury Jalloh demonstriert. Jalloh, Asylbewerber aus Afrika, war im Januar 2005 unter bislang ungeklärten Umständen in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers verbrannt. Man hatte Jalloh damals festgenommen, weil er betrunken eine Frau belästigt hatte.
Bislang ist ein Verfahren nicht eröffnet worden, das Gericht hat von der Staatsanwaltschaft Dessau Nachermittlungen verlangt.

Die Polizei, mit mehreren hundert Beamten vor Ort, sprach nach Ende der friedlichen Demo von etwas mehr als 500 Teilnehmern, die Organisatoren der Demo, die Flüchtlingsinitiative Plataforma, schätzte deren Zahl auf ungefähr 800. Zum großen Teil kamen die Demonstranten, darunter viele Flüchtlinge und Migranten, aus dem gesamten Bundesgebiet nach Dessau.

Bei einer Pressekonferenz vorab erklärte Cornelius Yufanyi aus Kamerun, man stehe zur Verwendung des Wortes Mord im Falle Jalloh, so lange eine Aufklärung nicht erfolgt sei. Schließlich habe die Staatsanwaltschaft zunächst ihrerseits ohne nähere Klärung der
Umstände von Selbstmord gesprochen. Erst am Vorabend der Demo hatte das Oberverwaltungsgericht Magdeburg entschieden, dass eine Auflage der Stadt Dessau, das Wort Mord auf der Demo nicht zu verwenden, eine unzulässige Beschneidung der Meinungsfreiheit darstelle.

Auf den von Demo-Teilnehmern mitgeführten Transparenten war dennoch von Mord nichts zu lesen, vielmehr wurde dort immer wieder der Vorwurf erhoben, die Staatsgewalt agiere rassistisch. In Sprechchören hieß es gelegentlich "Policia - Assassini" ("Polizei - Mörder"), eine Parole,die nach dem Mord an einem Demonstranten in Genua aufkam. Ein Redner verglich die Vorfälle in Dessau mit denen im Dritten Reich und
beschuldigte den Staat, Ausländer auch physisch zu foltern.

Während der Demo waren sowohl Polizei als auch Organisatoren bemüht, das Konfliktpotential zu entschärfen. Die Polizei hielt sich zumeist im Hintergrund und zeigte nicht allzu auffällig Präsenz, zog sich auch einmal zügig zurück, als die Demonstranten einen anderen als den genehmigten Weg um das abgesperrte Gericht nahmen, während Ordner - vor allem Ausländer - verschiedentlich Linksautonome von Rangeleien
mit der Polizei abhielten. "Wir trauern, wir sind nicht zum Spaß hier", ermahnte ein Sprecher allzu forsche Demonstranten. Selbst vorm Polizeirevier, wo die Demo ihren Abschluss fand, blieb es weitestgehend ruhig.

Hier betonte Cornelius Yufanyi, es sei ein großer Erfolg, so viele Migranten und Flüchtlinge auf die Straße bekommen zu haben. Er wiederholte auch die Mordthese und den Foltervorwurf: Jalloh hätte sterben müssen, weil er Afrikaner war. Er habe einen Alptraum, und der heiße Deutschland, wo Flüchtlingen Residenzpflicht auferlegt werde, ihnen Abschiebung und Tod drohe - Jallohs Fall sei kein Einzelfall.
"Wir wissen nicht mehr, wem wir vertrauen können."
-press mz press: Aufklärung wird gefordert

URL:
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksA…

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-Break the silence!

oury jalloh internet seite über die demo! bei umbruch!

Demonstration in Dessau in Gedenken an Oury Jalloh

Unter dem Motto "Break the Silence" demonstrieren rund tausend Menschen am ersten April 2006 in Dessau, um Gerechtigkeit und Aufklärung im Falle des 22 jährigen Oury Jalloh zu fordern. Oury Jalloh verbrannte am 7. Januar 2005 am lebendigen Leibe in der Polizeizentrale in Dessau. Die Dessauer Staatsanwaltschaft hat zwar Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge und wegen fahrlässiger Tötung gegen zwei Polizisten erhoben, einen Termin für eine Gerichtsverhandlung steht jedoch noch aus und die Beamten sind weiterhin im Dienst.
Schon im Vorfeld der Demonstration kam es wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten mit der Polizei. Insbesondere die Auflage der Polizei, man dürfe das Wort "Mord" im Verlauf der Kundgebung nicht benutzen war auf heftige Kritik gestoßen. Am Vorabend der Demonstration entschied aber das Oberverwaltungsgericht Magdeburg, dass diese Auflage eine unzulässige Beschneidung der Meinungsfreiheit darstelle. Zu der Demonstration haben die Selbstorganisationen der MigrantInnen und Flüchtlinge wie Plataforma-Berlin, The Voice-Forum, Carawane, Flüchtlingsinitiative Berlin-Brandenburg und antirassistische Gruppen wie die Antirassistische Initiative Berlin mobilisiert.
Fotos unter:
http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/010406oury_jalloh…

Um 13 Uhr treffen sich hunderte Migranten und Flüchtlinge sowie Aktivisten antirassistischer Initiativen aus ganz Deutschland vor dem Hauptbahnhof der Stadt Dessau. Die Auftaktkundgebung verzögert sich aber aufgrund der langwierigen Kontrollen der Polizei. Dank des entschlossenen Eingreifens von Seiten der Demonstranten schließen sich am Ende auch die Aktivisten aus Hamburg und Bremen, die mit Bussen hergereist waren, der Kundgebung an, so dass endlich um ca. 15 Uhr die Demonstration Richtung Innenstadt beginnen kann.
Ein bunter Zug aus Menschen aus aller Welt bewegt sich durch das halbverlassene Zentrum der Stadt. Aus den Häusern schauen ab und zu verdutzte Einwohner auf die Demonstration, die sich kompakt und laut, begleitet von Samba- Trommeln durch die Strassen bewegt. "Dessau, Dessau immer wieder Dessau" klingt aus dem Lauti. In dieser Stadt ist es immer wieder zu rechtsextremen Übergriffen gegen Schwarzafrikaner gekommen. Traurige Höhepunkte: die Ermordung des Mosambikaners Alberto Adriano im Jahre 2000 und der Tod des aus Sierra Leone stammenden Oury Jalloh in Polizeigewahrsam.

Die Polizei hält sich inzwischen zurück, besteht aber darauf, die Demonstration kontinuierlich zu filmen. Die Organisatoren appellieren mehrmals für einen friedlichen Verlauf, nicht zuletzt um die Position der zahlreichen Asylbewerber nicht zu gefährden.

Den Höhepunkt erreicht die Demonstration mit der Kundgebung vor der Polizeistelle in der Oury Jalloh sein Leben verlor, an deren Eingang zahlreiche Transparente aufgestellt werden, welche die rassistische Polizeigewalt anprangern und ein Bleiberecht für alle Migranten und Flüchtlinge fordern. Die unterschiedlichen Redebeiträge unterstreichen den Willen der MigrantInnen und Flüchtlinge "nur mit ihrer Würde bewaffnet" gegen Diskriminierung und rassistische Polizeikontrollen friedlich zu demonstrieren und bestehen zugleich auf eine sofortige Eröffnung eines öffentlichen Prozesses im "Mordfall Oury Jalloh". Ebenfalls fordern sie die Anerkennung dessen Eltern, deren Nebenklage wegen Zweifel an ihrer Identität noch nicht akzeptiert wurde, dies obwohl Ourys Leichnam in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Guinea zurück an die Eltern geschickt worden war.
Den längsten Beitrag liefert Mouctar Bah, Freund des Verstorbenen, der sich im letzten Jahr mit allen Mitteln für die Aufklärung und einen Prozess im Falle Oury Jallohs eingesetzt hat und dessen Telecafè aus "öffentlichem Interesse" geschlossen wurde, da der Laden "stark frequentiert (Stadt Dessau)" von der Drogenszene gewesen sei und Mouctar nicht genug unternommen habe um Drogen von der Straße fernzuhalten. Er erzählt, wie sein Freund Oury ihm im Traum erschienen sei und ihn gebeten habe für sein Kind zu sorgen. Symbolisch aber repräsentiere dieses Kind all jene MigrantInnen und Flüchtlinge - mit oder ohne Papiere - die rassistischen Polizeikontrollen und tagtäglichen Diskriminierungen ausgesetzt sind. Um diese Kinder solle man sich kümmern.
Die Demonstration löst sich am Ende friedlich vor dem Hauptbahnhof auf und als die Teilnehmer mit dem Zug nach Hause fahren, hört man viele Stimmen sagen: "Wir kommen wieder". Man kann ihnen Glauben schenken, denn sie werden wiederkommen, solange die Umstände des Todes von Oury Jalloh in der Polizeizelle in Dessau nicht vollkommen aufgeklärt sein werden.
Alvise del Pra'

Eng/Dt: Mobilisation update for Dessau:
https://thevoiceforum.org/node/368

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