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Die Presse zu Karawane Konference in Jena - »Vereinigt gegen koloniales Unrecht in Deutschland«

Translations on "Colonial Injustice" in Germany: English + Französisch + Deutsch + Türkce + Farsi + Espagnol

Intrigen von Amts wegen - Maqsud Agaev setzt sich in der Organisation »The Voice« für die Rechte von Flüchtlingen ein und ist ständig behördlichen Schikanen ausgesetzt
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Die Karawane Delegationsbesuch der Isolationsheime in Thüringen:

Der folgende Bericht zusammen mit dem Bericht einer Delegation aus Hamburg "Delegationsreise nach Thüringen..." wurden auf der Konferenz "Vereinigt gegen koloniales Unrecht" in Jena vorgestellt.
-Dt,En,Türkce) Thüringen Lager: Delegationsbesuch der Isolationsheime in Gerstungen und Gangloffsömmern von Wuppertal Karawane
-Dt) Delegationsreise nach Isolationsheime in Greiz - Thüringen am 11./12. Juli 2009 Bericht der KARAWANE Delegation aus Hamburg

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Die Presse zu Flüchtlingskonferenz "Vereinigtgegen koloniales Unrecht" in Jena

- Flüchtlinge bereiten Tribunal vor, jungewelt; 14.09.2009
- Flüchtlingstreffen in Jena mit rund 50 Teilnehmern 14.09.2009,ND Tageszeitung, 14. September 2009
- Isolierungslager im Thüringer Wald, 10.09.2009, otz jena
- Flüchtlings-Konferenz in Jena, Jena tv. 10.09.2009, 14:42 Uhr
- Flüchtlingskonferenz "Vereinigtgegen koloniales Unrecht" in Jena, 10.09.2009, epd presse
- »Deutschland kollaboriert mit unseren Heimatländern« 07.09.2009 jungewelt
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jungewelt; 14.09.2009

Flüchtlinge bereiten Tribunal vor

Konferenz der »Karawane« in Jena. Diskussion um gemeinsamen Widerstand gegen rassistische Sondergesetze

Von Gitta Düperthal

Bis zum Sonnabend tagten rund 50 Flüchtlings- und Menschenrechtsaktivisten in Jena bei einer viertägigen Konferenz der »Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten«. Unter dem Titel »Vereinigt gegen koloniales Unrecht in Deutschland« ging es darum, Strategien zu entwickeln, um sich gemeinsam gegen rassistische Sondergesetze zu wehren. Zum Beispiel gegen die Residenzpflicht, die es Flüchtlingen in Deutschland verbietet, den Landkreis, in dem sie untergebracht sind, ohne Sondergenehmigung zu verlassen.

»Viele haben sich nicht getraut, an unserem Treffen teilzunehmen, weil politische Betätigung oft mit staatlicher Repression beantwortet wird«, bilanzierte ein Karawane-Sprecher am Wochenende. Umso mutiger sind jene, die in Jena angereist waren. Unter ihnen zum Beispiel Prince Ahamonu aus Nigeria, der behindert ist, weil ihm Polizisten 2002 in Hamburg das Kreuzband so schwer verletzt haben, daß er nie wieder wird gehen können. Und Aboubacar Wan aus Sierra Leone, dem die Abschiebung droht, obgleich er Diabetiker ist und in seinem Herkunftsland keine medizinische Behandlung möglich ist. »Zu Unrecht und auf häßliche Weise haben sie uns zu ihren Untermenschen gemacht«, konstatierten Konferenzteilnehmer. Die Lager- und die Kontrollmentalität erinnerten an den deutschen Faschismus. Ähnliche Bewegungsbeschränkungen wie die Residenzpflicht sowie daraus folgende Strafen bei Überschreitung seien den Juden 1938 auferlegt worden. Das Lagerleben sei auch heutzutage unerträglich. Erwachsene müßten teilweise »in einem Raum kampieren wie Sardinen in einer Fischbüchse«. Mißhandlungen und Demütigungen seien an der Tagesordnung. In den Essenspaketen seien nicht selten Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen sei.

Die Teilnehmer der Konferenz beschlossen, 2010 ein Tribunal zu veranstalten. »Wir wollen am Beispiel unserer Aktivisten das koloniale Unrecht aufzeigen, egal ob sie abgeschoben oder noch hier sind, ob sie lebendig oder tot sind«, faßte Mbolo Yufuyi aus Nigeria zusammen. Damit verwies er auch auf die Geschichte des 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannten Afrikaners Oury Jalloh. Zunächst aber werden »Karawane«-Aktivisten am kommenden Wochenende das antirassistische Fußballturnier in Frankfurt am Main »Just Kick it« unterstützen.
Infos: www.zusammen-ev.
http://www.jungewelt.de/2009/09-14/054.php
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ND Tageszeitung • Montag, 14. September 2009

Inland
14.09.2009

Erst mal die eigene Haut retten

Flüchtlingstreffen in Jena mit rund 50 Teilnehmern

Von Anke Engelmann, Jena

Schon die Anfahrt ist kriminell – wegen der Residenzpflicht machen sich Asylbewerber strafbar, die ihren Landkreis verlassen. Trotzdem kamen am vergangenen Wochenende etwa 50 Flüchtlinge und Migranten nach Jena, um an der Plattform über koloniales Unrecht teilzunehmen, die die Flüchtlingsorganisationen »The Voice Refugee Forum« und die »Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen« anberaumt hatten.

Der Ort war nicht zufällig gewählt. Mit »The Voice« gibt es in Thüringen eine starke Flüchtlingsbewegung – zum Beispiel in den Asylberberheimen von Katzhütte und Gehlberg. Die Plattform sollte Ursachen und Kontinuitäten von Rassismus und Apartheid aufzeigen, die Gruppen miteinander vernetzen sowie Zeichen der Solidarität setzen. Denn der Druck, den die Behörden auf die Aktivisten ausüben, werde immer stärker und systematischer, berichtet Mbolo Yufanyi von »The Voice«.

Zum Beispiel auf Magsud Agaev. Gegen den aus Aserbaidschan stammenden »Voice«-Aktivisten läuft derzeit eine Klage wegen Verstoßes gegen die Residenzpflicht. Weil er als Anmelder einer Demo in Jena fungiert, droht dem in Apolda lebenden Arzt nun Gefängnis. Bekannt wurde Felix Otto, der aus demselben Grund zu acht Monaten Haft verurteilt und Ende August abgeschoben worden war – obwohl Menschenrechtler vor den Zuständen in Ottos Heimatland Kamerun warnen. Otto war nach seiner Ankunft verhaftet und nur auf Druck von Aktivisten freigelassen worden, die mitgereist waren und am Flughafen protestiert hatten, berichtet Yufanyi.

Der Fall Felix Otto habe gezeigt, wie wichtig es sei, auch in den Heimatländern ein Netzwerk aufzubauen, so Yufanyi. Die Initiative will zudem eine unabhängige Kommission gründen, die den Tod von Oury Jalloh untersuchen soll, der 2005 unter mysteriösen Umständen in Dessau in einer Gefängniszelle verbrannt war – und stehe damit allein da. Außer Lippenbekenntnissen sei von Organisationen wie Pro Asyl, dem Komitee für Grundrechte und Amnesty International nichts gekommen, berichtet Mai Zeidani von der »Karawane«.

Obwohl ihre Arbeit hoch politisch ist – von Parteien und Regierungen erwarten die Initiativen nichts. »Für uns macht es keinen Unterschied, ob die SPD oder die CDU an der Macht ist«, erläutert die Palästinenserin. Und »Voice«-Aktivist Sunny Omwenyeke sagt: »Wie können wir von der Politik in Deutschland reden. Wir versuchen erst mal, unsere Haut zu retten.«

14.09.2009
http://www.neues-deutschland.de/artikel/155692.erst-mal-die-eigene-haut-...

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Isolierungslager im Thüringer Wald, 10.09.2009, otz jena

Jena (OTZ/F.D.). Flüchtlings- und Menschenrechtsaktivisten aus der ganzen Bundesrepublik tagen seit Mittwoch und noch bis zum Sonnabend in der Universität Jena unter dem Motto "Vereinigt gegen koloniales Recht".

Anknüpfend an die lange Tradition von "The Voice" und der "Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten" tauschen sich Vertreter der "Karawane" aus, um das in den letzten Jahren entstandene Netzwerk der Flüchtlinge in Deutschland zu konsolidieren, Strategien der Mobilisierung, Allianzen und Solidarität zu diskutieren. Themen der Konferenz sind auch die Residenzpflicht, die zunehmenden Abschiebungen von Flüchtlingen in die Heimatländer und das Verhalten der Polizei.

Im Rahmen eines Pressegespräches gestern im "Grünen Haus" kritisierten Vertreter der Karawane die Flüchtlingssituation in Thüringen. Zwar beherberge das Land inzwischen dem bundesweiten Trend folgend weniger Flüchtlinge als in den letzten Jahren, doch dies habe nicht dazu geführt, dass die Flüchtlinge seither menschenwürdiger untergebracht seien. Im
Gegenteil: Nach Ansicht der Menschenrechtsaktivisten würden immer entlegenere Heime wie bei Katzhütte mit Flüchtlingen belegt, die als oft mitten im Wald gelegene "Isolationslager" (Karawane-Einschätzung) einen Kontakt zur Außenwelt nahezu unmöglich machen.

Festzustellen sei ebenfalls, dass Flüchtlinge mit aktivistischen Hintergrund nicht mehr nach Thüringen verlegt würden bzw. innerhalb Thüringens an entlegene Orte kämen, um die Kommunikation zu erschweren.

Nach wie vor würden in Thüringen statt Bargeld Bezugsscheine für Lebensmittel ausgegeben, die auch nur in den Heimen eingetauscht werden können. Nach wie vor gelte die Residenzpflicht, die das Verlassen des Heimatkreises verbietet. Zum Verlassen etwa des Landkreises Weimar muss eine Genehmigung erkauft werden für 2,50 Euro, wie der aserbaidschanische Arzt und Flüchtling Dr. Muksud Agaev belegen konnte. Nur so war es ihm
möglich, an der Jenaer Konferenz teilzunehmen. Ein monatliches Taschengeld von 40 Euro mache den Flüchtlingen das Reisen ohnehin fast unmöglich.

"Wir sehen unsere Verpflichtung darin, die Missachtung der Menschenrechte von unschuldigen Flüchtlingen nicht hinzunehmen", erklärte Yufan´h Nbolo/The Voice Berlin. Diesem Ziel diene auch die Gründung von Abgeschobenenvereinigungen in den Heimatländern, um der deutschen Abschiebepraxis begegnen zu können. Während der Konferenz ist im "Grünowski" eine Ausstellung zur Lage der Flüchtlinge in Katzhütte zu
sehen.

10.09.2009
http://www.otz.de/otz/otz.jena.volltext.php?kennung=on5otzLOKStaJena4006...

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Flüchtlings-Konferenz in Jena 10.09.2009, 14:42 Uhr

Bis zum Sonntag veranstaltet das Flüchtlingsnetzwerk „The Voice“ eine Konferenz an der Universität Jena. Unter dem Motto „Vereinigt gegen koloniales Unrecht“ setzt sich das Netzwerk für mehr Autorität, Freiheit und Beachtung der Flüchtlinge ein. Bei der Tagung wollen die Betroffenen ihre Sichtweisen und Erfahrungen der letzten Jahre austauschen und
Strategien der Solidarität diskutieren. Bisher haben 45 Aktivisten aus unterschiedlichen Regionen ihre Teilnahme bestätigt. Weitere Interessenten sind willkommen. Im Internet sind unter www.thecaravan.org zusätzliche Informationen erhältlich. ph
http://www.jenatv.de/nachrichten.php?mn=detail&nwsid=1252586564
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Flüchtlingskonferenz "Vereinigt gegen koloniales Unrecht" in Jena

The Voice

(10.09.2009) — epd

Jena (epd). Vertreter von Flüchtlingsgruppen aus ganz Deutschland sind am 9. September im thüringischen Jena zu einer Konferenz über die Lage von Asylbewerbern zusammengekommen.

Themen des fünftägigen Treffens unter dem Motto "Vereinigt gegen koloniales Unrecht" seien die sogenannte Residenzpflicht für Flüchtlinge und "die zunehmenden Abschiebungen", teilte die Organisation "The Voice" zur Eröffnung mit. Zudem werde die Gründung einer Kommission vorbereitet, die die Umstände des Todes von Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle im Jahr 2005 offenlegen soll. Als Mitglieder in dem Gremium seien Gerichtsmediziner, Juristen, Soziologen und engagierte Flüchtlinge vorgesehen, hieß es.

Der afrikanische Asylbewerber Oury Jalloh war bei einem Feuer in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers gestorben, das er, an einer Liege gefesselt, selbst ausgelöst haben soll. Zum Abschluss eines Strafprozesses wurden Ende 2008 zwei Polizeibeamte vom Vorwurf einer Mitschuld an seinem Tod mangels Beweisen freigesprochen. Auf dem Programm der Jenaer Tagung stehen laut "The Voice" Vorträge, eine Filmvorführung, Podiumsdiskussionen, Workshops sowie Ausstellungen. Darunter ist eine Fotodokumentation über Asylbewerberheime in Deutschland.

Die Konferenz führe Flüchtlingsaktivisten und Menschenrechtler zusammen, um Sichtweisen und Erfahrungen mit der deutschen Ausländerpolitik auszutauschen und das "aufblühende Netzwerk" der Flüchtlinge weiter zu festigen, hieß es. Zu der Tagung in der Friedrich-Schiller-Universität haben "The Voice" und die Organisation "Karawane" eingeladen.
www.thevoiceforum.org

http://www.ekmd.de/aktuellpresse/nachrichten/18646.html

Interview Junge welt
07.09.2009 / Inland / Seite 8Inhalt
»Deutschland kollaboriert mit unseren Heimatländern«
http://www.jungewelt.de/2009/09-07/013.php

Korrektur - Interview Junge welt:
Über Maqsud Agaev
Wir können und vorstellen, dass das Ordnungsamt der Stadt Jena die Ausländerbehörde in Apolda informiert hat, dass die Anmeldung der Aktion von „The Voice“ am 15. August /Free Felix Otto Fax-Kampagne, die auf der Hompage von „The Voice“ veröffentlicht wurde, Dr. Maqsud Agaev als verantwortliche Person der Kundgebung in Jena benannt hatte.

Deshalb beschuldigte ihn die Ausländerbehörde, dass er die
Aufenthaltsbeschränkung auf den Landkreis Apolda/Weimar verletzt habe, obwohl er nicht von der Polizei in Jena kontrolliert worden war.
Es wird nach weiteren Informationen geforscht, um unseren Protest gegen die Einschüchterung von Dr. Maqsud Agaev zu untersetzen.

- Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Felix Otto am 25 August aus diesem Grund von Frankfurt nach Kamerun deportiert worden war!

Junge welt
07.09.2009 / Inland / Seite 8Inhalt

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»Deutschland kollaboriert mit unseren Heimatländern«

Flüchtlinge diskutieren auf Konferenz Möglichkeiten des Widerstandes gegen Abschiebung und Diskriminierung. Ein Gespräch mit Mbolo Yufuyi

Interview: Gitta Düperthal

Mbolo Yufuyi ist Mitorganisator einer Konferenz der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen«, die vom 9. bis 13. September in Jena stattfindet

Die Flüchtlingsorganisation »Karawane« wird vom Mittwoch bis Sonntag eine Konferenz unter dem Titel »Vereinigt gegen koloniales Unrecht« in der Universität Jena durchführen. Was ist damit gemeint?

»Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört« – mit diesem Leitsatz wollen wir die Verbindung zwischen unseren Herkunftsländern und Europa herstellen. Wir werden diskutieren, wie man uns in Deutschland behandelt. Es geht um die Brutalität, mit der Abschiebungen durchgeführt werden, um rassistische Sondergesetze, die nur für Migranten gelten, wie etwa die Residenzpflicht. Es geht darum, daß wir Gutscheine statt Geld erhalten. Wir werden über Strategien reden, wie koloniales Unrecht zu bekämpfen ist: Deutschland macht Geschäfte mit unseren Herkunftsländern, obgleich dort Menschenrechte mit Füßen getreten werden, und hierzulande mißhandelt man uns. Gegen politisch organisierte Flüchtlinge agiert man mit besonderer Härte, um den Widerstand zu brechen. Dabei kollaboriert Deutschland mit unseren Heimatländern.

Thema wird unter anderem Ihr Protest gegen Repressionen der deutschen Behörden sein…

Zum Beispiel hat ein Arzt und Aktivist der Flüchtlingsorganisation »The Voice«, der im Flüchtlingsheim in Apolda in Thüringen lebt, kürzlich einen Drohbrief der Ausländerbehörde erhalten. Anlaß war ein Interview mit ihm in einer Zeitung. Man gehe deshalb davon aus, daß er seinen Kreis ohne Sondergenehmigung verlassen hat, hieß es. Auch ich bekam wegen eines Artikels Ärger, der zum Inhalt hatte, daß ich einen Kongreß in einer anderen Stadt mitorganisiert habe. Viele Aktivisten sind wegen der Ausländergesetze unter Druck. Meine Anwälte haben gesagt: Es hätte ja auch ein Telefoninterview sein können. Ich habe aber öffentlich zugegeben, daß ich nach Jena gefahren bin. Wir haben zum zivilen Ungehorsam aufgerufen: Wir werden keine Strafe mehr zahlen. Ich habe drei Haftbefehle wegen der Residenzpflicht, ein Betrag von 1000 Euro hat sich angesammelt. Sie nutzen alle Mittel, um uns zu schikanieren.

Trotz erbitterter Proteste ist am 26. August ein Aktivist der Organisation »The Voice«, Felix Otto, vom Flughafen Frankfurt am Main nach Kamerun abgeschoben worden.

Seit seiner Verhaftung hat man versucht, ihn zu isolieren. Er hat immer gesagt, daß er Widerstand leisten wird. Gefängnisärzte haben ihn behandelt, weil er krank war. Wir gehen davon aus, daß man ihm Betäubungsmittel gegeben hat. In Kamerun wurde er direkt nach seiner Ankunft verhaftet. Nur wegen der großen öffentlichen Aufmerksamkeit von Menschenrechtsgruppen hat man ihn wieder freigelassen. Er lebt versteckt und hat uns telefonisch bestätigt, daß er vor seiner Abschiebung in einer Zelle unter Videobeobachtung und ohne Kleider festgehalten wurde – angeblich zu seinem Schutz, denn man sah ihn als suizidgefährdet an. Er hat gesagt, daß er von deutschen Polizisten mißhandelt wurde. Man hat ihn fertig-gemacht. Wir werden die Kampagne für Felix Otto weiterführen, auch das wird in Jena Thema sein.

Auf der Tagesordnung steht auch Kritik an deutschen Migrationsprojekten.

Wie deutsche Projekte das Karawane-Netzwerk unterstützen, analysieren wir gerade. Skandalös finden wir, daß Abschiebungsbeobachter im Fall Felix Otto gesagt haben, es sei »alles in Ordnung«, wie die junge Welt berichtete. Abschiebung gegen den Willen einer Person, die seit neun Jahren hier gelebt hat, ist eine Menschenrechtsverletzung. Wir hatten dieses Mal nicht die Möglichkeit, ins Flugzeug zu steigen und die Abschiebung zu stoppen. In einem anderen Fall ist es einem unserer Aktivisten gelungen zu intervenieren. Der Pilot hat es daraufhin abgelehnt, den Flüchtling mitzunehmen. Dieses Engagement erwarten wir auch von deutschen Aktivisten. Uns fehlt das Geld, Tickets zu kaufen und so in die entsprechenden Flieger zu kommen. Abschiebungen können wir aber nur stoppen, wenn wir einzelne Flüchtlinge befreien. Wir rufen zur finanziellen Unterstützung auf, auch, um den Kontakt mit Felix Otto zu halten.

07.09.2009 / Inland / Seite 8Inhalt
http://www.jungewelt.de/2009/09-07/013.php

Delegationsreise nach Thüringen am 11./12. Juli 2009 Bericht der KARAWANE Delegation aus Hamburg

The VOICE Solidarity Archives 2009: Felix Otto – Gegen Residenzpflicht und Absciebung

Vereinigt gegen koloniales Unrecht in Deutschland:

Deutsch
Programm und Pressekonferenz: Vereinigt gegen koloniales Unrecht in Deutschland
English: Program and Press Conference - Unite against Colonial Injustice in Germany - The Caravan Conference in Jena, 09. - 13.09.09

English:
The VOICE Refugee Forum Network : On Colonial Injustice and the Continuity of Barbarity: The Situation of Human Beings as Refugees and Migrants in Germany

Deutsch:
The VOICE Netzwerk zum Thema Koloniales Unrecht in Deutschland
Über koloniale Ungerechtigkeit und die Fortsetzung von Barbarei:
Die Situation von Menschen, die als Flüchtlinge und Migranten in Deutschland leben

Türkisch: Sömürgecilik Haksızlığı ve Barbarlığın Almanya’da Sürdürülmesi Üzerine Beraberce sömürgecilik haksızlığına karşı

Spanisch: Juntos contra la ley colonial - De la injusticia colonial y la continuación de la barbarie:

# # # Inputtexte /-artikel zur Konferenz in deutsch # # #

Die Fessel, die uns gefangen hält
The VOICE Forum Network
Artikel aus Neues Deutschland vom 28.08.2009, Außer Parlamentarisches, Seite 13
thecaravan.org/node/2115

Felix Otto wurde abgeschoben
Bericht von The VOICE Refugee Forum, 25.8.2009
thevoiceforum.org/node/1372

Bericht über eine Demonstration in Möhlau
+ Zusammenstellung von Artikeln über die Vorfälle im Isolationslager Möhlau
thecaravan.org/node/2078

„Die Stimme“ der Toten und derjenigen, die noch sterben werden“
von Mbolo Movuh Yufanyi vom The VOICE Refugee Forum
Über unsere Selbstorganisierung und der Verfolgung und Kriminalisierung von Flüchtlingen und MigrantInnen
thevoiceforum.org/node/1184

Einberufung einer unabhängigen Kommission,
um die Todesursache Oury Jallohs zu klären

thevoiceforum.org/node/1242

Selbst-Berechtigung: Über die Selbstorganisation von Flüchtlingen in Deutschland
von Judith Welkmann
veröffentlicht in: http://www.migration-boell.de
thecaravan.org/node/2124

Wir können nicht in Stille verharren. Und wir sind nicht still!
Beitrag beim Karawanetreffen vom 30.01 – 01.02 2009
von Seid Seidi (Karawane Bremen) über den zehnjährigen Kampf der Karawane
thevoiceforum.org/node/1110

Für eine Gesellschaft frei von Mord und Todschlag
von Samad Ali, Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
thecaravan.org/node/1920

Das erinnert an die Passgesetze der Apartheid
http://thevoiceforum.org/node/1238">thevoiceforum.org/node/1238

Freiheit für Mumia Abu-Jamal
Rundbrief September 2009
thevoiceforum.org/node/1381

Die Selbstvertretung ist unser Trumpf
The VOICE Refugee Forum

Politisch zu aktiv?
Thüringen nimmt keine schwarzafrikanische Flüchtlinge auf
thevoiceforum.org/node/915

The VOICE Solidarity Archives 2009:
Felix Otto - Gegen Residenzpflicht und Abschiebung
thevoiceforum.org/node/1376

Erzählung und Erfahrungen des aus
Spanien abgeschobenen Flüchtlings Michel Bashige

An die spanische (der europäischen, Anm. der internetseite) Gesellschaft:
Damen und Herren der spanischen Gesellschaft! Worte könnten nicht vermitteln, was ich in diesem Moment empfinde, indem man mich mit Gewalt gezwungen hat dahin zurück zu kehren, von wo ich gekommen bin. Es hat mir noch nicht einmal möglich...
thecaravan.org/node/1108

Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen
1993 bis 2008 - ARI Dokumentationsstelle (Dt,Eng,Sp,Fr)

Laye Conde: Prozess wegen Tod durch Brechmitteleinsatz in Bremen

Weisse Barbarei: Vom Kolonialrassismus zur Rassenpolitik der Nazis
www.africavenir.com

Polizisten haben gelogen, das Gericht hörte zu«
Gespräch mit Yufanyi Mbolo
thevoiceforum.org/node/1321

# # # Input texts & articles for the comference in english # # #

The 'Fortress Within': Restriction of Movement and Refugee Self-Organisation
by Sunny Omwenyeke
published on http://www.migration-boell.de/web/migration/46_2185.asp">
http://thecaravan.org/node/2028">thecaravan.org/node/2028

***+

On Colonial Injustice and the Continuity of Barbarity in Germany
The VOICE Refugee Forum Network
thevoiceforum.org/node/1279

Report on the deportation of Felix Otto
The VOICE Refugee Forum Germany
thevoiceforum.org/node/1378

We cannot remain silent. And we are not silent!
By Seid Seidi - CARAVAN for the rights of refugees and migrants, Bremen
thecaravan.org/node/1837

The VOICE of the DEAD and those still going to DIE
by Yufanyi Movuh Mbolo of The VOICE Refugee Forum
On selforganisation and the Persecution and criminalisation of refugees and migrants.
thecaravan.org/node/1934

Call for an independent commission to investigate the causes leading up to the death of Oury Jalloh
http://thevoiceforum.org/node/1254">

Stop the colonial heritage
We are here because you destroyed our Countries.
Immigrants and refugees in Germany are faced with threats of massive deportation. They are consistently denied the chances for asylum ...
thecaravan.org/node/1675

Black African Conference in Dessau
Racist Police Killings and Criminalisation of Africans and Blacks in Germany
thevoiceforum.org/node/666

FROM COLONIAL BARBARITY TO THE NAZI POLICIES OF EXTERMINATION
thevoiceforum.org/node/672

Residenzpflicht: Refugees and migrants
are victims and survivors of the intolerance

thevoiceforum.org/node/1246

Germany - Brutal police intervention
against refugee children from Nigeria in Treuen
thevoiceforum.org/node/822

The psychological oppression in Thuringia, Germany
thevoiceforum.org/node/795

# # # des articles en francais # # #

Presse L´initiative en mémoire d´Oury Jalloh
vers la création d´une Commission d?Enquête Internationale Indépendante (CEI).
thevoiceforum.org/node/1252

Sur l’injustice coloniale et la continuation de la barbarie en Allemagne - The VOICE Refugee Forum Network

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